Ziegelei Ost als Reallabor für Lehre und Forschung

Auf dem Areal Ziegelei Ost in Allschwil wird erforscht, wie ganze Teile bestehender Backsteinwände wiederverwendet werden können. Gleichzeitig wurde das Areal zum Reallabor für Architekturstudierende der BFH und FHNW.

Wo früher Ton und Lehm zu Backsteinen verarbeitet wurden, wird heute an deren Zukunft geforscht. Im Projekt «ReUse-Module» untersuchen Fachhochschulen, Architektur- und Bauunternehmen gemeinsam mit der Grundeigentümerin Bricks AG, wie gemauerte Wände in grösseren Modulen rückgebaut und andernorts wieder eingesetzt werden können.

Das Potenzial ist beträchtlich: Erste Berechnungen zeigen, dass eine Wand aus wiederverwendeten Modulen gegenüber einer vergleichbaren Wand aus neuen Backsteinen 70 bis 80 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bei der Erstellung verursachen kann.

Parallel dazu machten Studierende der BFH und FHNW das Areal in einer Summer School zum Experimentierfeld. Sie mauerten mit wiederverwendetem Material, entwickelten aus Backsteinresten Terrazzo, Verputz, Farbe und Kreide und bauten daraus neue Sitzgelegenheiten. So wurde die Ziegelei Ost für einige Wochen zu dem, was sie künftig immer öfter sein könnte: ein Ort, an dem Kreislaufwirtschaft nicht nur gedacht, sondern ausprobiert wird.

Quelle: Allschwiler Wochenblatt, 4. September 2026

 
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